Yoga und der Rücken

veröffentlicht am 19. Oktober 2016 in Allgemein von
Yoga und der Rücken

Yoga und der Rücken passen bekanntlich zusammen wie Topf und Deckel. Ca. 80% aller Deutschen werden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal Rückenschmerzen haben und das ist bereits eine sehr vorsichtige Schätzung. Laut der Techniker Krankenkasse geht jeder zehnte Fehltag auf Rückenschmerzen zurück.

Die Ursachen sind dabei unterschiedlich aber machen kann man dagegen meistens trotzdem sehr viel. Neben der Hauptursache, dem Bewegungsmangel kann auch Stress eine grosse Rolle spielen. Rückenschmerzen sind stark mit unserer Psyche vernetzt und oft treten Schmerzen auch in Zusammenhang mit einer Depression auf. Hierbei können Schmerzen im Rücken eine Folge von Stress sein oder anders herum.

Hier ist es oft schwierig zu beantworten, was zu erst da war. Tatsache ist, das 80% aller Patienten, die länger als 6 Monate Rückenschmerzen haben auch eine leichte Depression entwickeln. Ausserdem sprechen Patienten mit Rückenschmerzen in der Placeboforschung auch besonders gut auf diese an.

Neben den psychischen und muskulären Hauptursachen kann aber auch die Anatomie der Knochen und Wirbel ein Grund für Schmerzen sein. Bei einer Hüftdysplasie zum Beispiel wird der Hüftgelenkkopf nicht richtig von der Hüftpfanne umschlossen. Als Folge einer unbehandelten Fehlstellung führt diese im Erwachsenenalter zum Gelenkverschleiss, was sich durch Schmerzen in der Hüfte, sowie im unteren Rücken äussert.

Hauptursache Nummer 1 – Bewegungsmangel

Hauptursache Nummer 1 ist der klassische Bewegungsmangel. Viele Menschen üben einen klassischen Beruf im Sitzen aus und bewegen sich über den Tag hinweg sehr wenig. Muskulatur, welche der Körper nicht nutzt bildet sich zurück. Grade im Rücken herrscht ein komplexes Zusammenspiel zwischen den vielen einzelnen Muskeln, welche den für die Wirbelsäule wichtigen Stützapparat bilden.

Sind hier einzelne Muskeln nicht richtig trainiert, entstehen schnell Dysbalancen und das bemerkt man dann auch zeitnah durch Verspannungen. Wer hier nichts gegen anhaltende Fehlbelastungen und dauerhaften Bewegungsmangel tut, der riskiert seine Gesundheit, denn aus den leichten Rückenschmerzen werden recht schnell chronische Beschwerden.

An diesem Punkt ist es zwar nicht zu spät aber oft ist der Bewegungsapparat bereits geschädigt und aus chronischen Rückenschmerzen entwickelt sich der Bandscheibenvorfall.

Warum ist Yoga so gut für den Rücken?

  • Der enorme Vorteil beim Thema Yoga und der Rücken ist hier der ganzheitliche Ansatz. Nicht umsonst hat Yoga so viele positive Auswirkungen auf die eigene Gesundheit. Wer sich beim Yoga etwas Mühe gibt, der entspannt und tut der Psyche etwas Gutes. Die Konzentration auf den Atem, was einer der wichtigsten Punkte beim Yoga ist, hat einen großen meditativen Effekt. Man baut Stress und Unruhe ab. Diesen Ansatz der mentalen Fitness hat komplexere Auswirkungen auf den Körper als man denkt und sollt immer in einem gesunden LifeStyle als wichtige Komponente enthalten sein. Grade Menschen mit Verspannungen im Rücken als Folge von Stress können hier massiv profitieren.

 

  • Yoga baut entgegen der weit verbreiteten Meinungen Muskeln auf. Der Aufbau der Muskulatur ist hier sogar weit aus komplexer, da beim Yoga fast immer mit Körperspannung gearbeitet wird. Somit werden viele Muskeln auf einmal angesprochen und trainiert. Anders als beim Krafttraining, bei dem die Muskulatur eher isoliert und oft nur wenige Muskelpartien trainiert werden. So werden automatisch die Schwächsten Muskeln am meisten angesprochen und trainiert und Dysbalancen ausgeglichen.

 

  • Yoga fördert die Flexibilität der Wirbelsäule. Dehnübungen in allen möglichen Richtungen schaffen Raum im Rücken und fördern die Mobilität. Der Vorteil hierbei ist, das grade im Laufe der Zeit Fehlhaltungen zurück in eine natürlichere und symmetrischere Richtung finden.

Fazit

Yoga und der Rücken gehen Hand in Hand und Fakt ist, wer Yoga regelmässig praktiziert, der profitiert und Fakt ist auch, das man nicht wirklich negativ in seinen Körper durch eine Yogastunde investiert. Man nimmt immer etwas mit und hat seinem Rücken etwas gutes getan. Wer langfristig mit Rückenschmerzen durchs Leben geht und diese nicht in den Griff bekommt, der ist selber Schuld, wenn er Yoga nicht zumindest einmal ausprobiert.


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