Yoga Nidra – Meditation mit System

veröffentlicht am 30. Mai 2016 in Allgemein von
Yoga Nidra

Persönlich habe ich an meine Yogastunden in erster Linie den Anspruch, dass ich regelmäßig zum Unterricht gehe (mindestens ein mal in der Woche), da ich glaube, dass eine langfristige regelmäßige Praksis das ist, was wirklich wichtig ist. Yoga ist seit Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens und das ist allein durch die Regelmäßigkeit so.

Dadurch ist es für mich erstmal auch egal was für ein Yoga ich mache. Ich bin ein recht offener Mensch und denke mir, dass ich immer etwas aus einer Stunde mitnehmen kann. Egal bei welchem Lehrer, egal in welcher Stunde und egal wieviel Zeit ich in der Stunde mit Hüft- oder Herzöffnung oder Umkehrhaltungen verbringe.

Vor einigen Tagen gab es in meinem Studio ein Yogaspezial mit der Überschrift Yoga Nidra. Ich konnte mit dem Begriff Nidra nichts anfangen aber zeitlich hat die Stunde perfekt in meinen Tag gepasst also hab ich sie mir auch fix eingeplant. Ich habe Yoga eigentlich immer zu einem großen Teil mit der Arbeit mit dem Körper assoziiert aber das ist hier nicht so bzw etwas komplett anderes.

Yoga Nidra ist laut Wikipedia eine Tiefenentspannung die einen bestimmten Ablauf hat. Hier benötigt man auch eine gewisse Zeit und somit ging der Kurs auch 75 min.

1. Yoga Nidra Beginn – Shavasana

Man fängt an und legt sich auf die Matte und schaut das man es sich bequem macht, da man sich im Idealfall auch ziemlich lange nicht bewegt. Als erstes wird versucht Achtsamkeit zu kultivieren und auf der Matte anzukommen. Hier haben wir uns erst auf Geräusche und dann auf unserem Atem konzentriert.

2. Sankalpa

Das Sankalpa ist ein individueller Vorsatz der uns offen gelassen wurde. Quasi eine positive Motivation für die Stunde.

3. Der Bodyscan

Als nächstes sollten wir unsere Achtsamkeit auf einzelne Körperteile lenken welche die Leiterin nach und nach aufgezählt hat. Hierbei wanderst du regelrecht durch deinen Körper und lässt wirklich nichts aus. Man merkt hier wirklich, wie man runter kommt. Zumal wir den Bodyscan auch recht lange gemacht haben.

4. Gedankenreise

Nach dem Bodyscan hat die Leiterin eine Geschichte erzählt. Hier sollten wir uns vorstellen, wie wir an einem Strand spazieren und uns gewisse Dinge begegnen.

5. Das Visualisieren

Hier hat die Leiterin hintereinander viele verschiedene Begriffe genannt welche wir uns vorstellen mussten. Es waren wirklich viele verschiedene Dinge. Manche Dinge waren auch irgendwie gegensätzlich aber irgendwie waren alle recht positiv.

6. Wiederholen des Sanskalpa

Hier haben wir uns nochmal an unser Sanskalpa, also an unsere Motivation erinnert.

7. Das Zurückführen

Zum Abschluss wurde die Achtsamkeit wieder auf den Atem gelenkt und dann auf das Äußere wie den Boden, den Raum und die Geräusche.

Fazit:

Wir alle wissen, dass es gut für ist zu Meditieren. Man entspannt, trainiert die Konzentration und kultiviert Dankbarkeit und Freude. Yoga Nidra ist das Meditieren mit einem bestimmten Ablauf und ist hier wirklich auch effektiver als andere Meditationen. Man merkt: Hier ist ein komplexeres System und dieses funktioniert.

Falls du es mal ausprobieren möchtest:


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