Yoga gegen Kopfschmerzen – was ist dran?

veröffentlicht am 10. Januar 2017 in Allgemein von
Yoga gegen Kopfschmerzen

Wer Kopfschmerzen hat, der führt einen harten Kampf. Licht und Lärm werden zum größten Feind und Betroffen, die bereits chronische Kopfschmerzen haben führen ein regelrechtes Schmerzmanagement.

Kopfschmerzen können viele Ursachen haben aber die Symptome sind immer gleich. Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind nur 2 Auswirkungen der Schmerzen im Kopf. Bei richtigen Migräneschüben sind die Betroffenen oft regelrecht an das Bett gefesselt. Bei einigen Menschen reicht bereits eine Kopfschmerztablette, etwas Wasser und vielleicht noch ein wenig frische Luft aus und der Tag ist wieder gerettet.

Manche Leute aber kommen aus dem Bett nicht mehr raus und sind dazu gezwungen sich im abgedunkelten Schlafzimmer an das Bett fesseln zu lassen. Die Ursachen sind hier vielfältig und sollten bei gehäuften Auftreten auch mit einem Arzt besprochen werden. Nicht selten ist aber dieser auch ratlos… Leider.

Hier hilft dann nur noch Eigeninitiative und Ausprobieren. Denn neben vielen unterschiedlichen Auswirkungen gibt es auch viele unterschiedliche Lösungen. Manche helfen besser und manche überhaupt nicht. Das hängt von einer individuellen Diagnose ab.

Was steckt hinter den Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen werden durch Fehlfunktionen im Gehirn ausgelösst, welche sich auf die schmerzregulierenden Systeme auswirken und diese stört. Das ist auch der Grund, warum man hierbei auf verschiedene Sinneswahrnehmungen wie Licht, Geräusche und sogar auf Gerüche so sensibel reagiert.

Die Schmerzen sind hierbei unterschiedlich und so können Spannungsschmerzen auftreten, bei denen nur eine Kopfhälfte betroffen ist oder auch Schmerzen, die sich im gesamten Kopf verteilen.

Die Migräne ist hierbei die höchste Form der Kopfschmerzen und wir auch offiziell als neurologische Erkrankung eingestuft. Ein Migräneschub von betroffenen kann oft auch mehrere Tage anhalten. Am schwierigsten für Betroffene ist neben dem großen Schmerz auch das fehlende Verständnis der in der Gesellschaft nach dem Motto “jeder hat mal Kopfschmerzen, einfach mehr Trinken”.

Wenn das nur so einfach wäre. Für die Betroffenen ist es wichtig, ein geregeltes Leben zu führen und am Besten auch ein Migränetagebuch zu schreiben, da man hier besser die Ursachen erkennen kann, welche ja bei jedem Patienten anders sind.

Das gute am Yoga ist, dass es keine Nebenwirkungen hat.

Die Wirkungen von Yoga ist vielfälltig und es geht immer darum den Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen zu lassen, was zumindest eine Genesung beschleunigen und die Schmerzen lindern kann. Hier gilt das Motto “Ausprobieren!!”

Migränepatienten machen oft mit Yogaformen, bei denen die Tiefenentspannung und Regeneration im Vordergrund steht, grade langfristig oft sehr gute Erfahrungen. Extreme Yogaformen, wie Power- oder Bikramyoga können hier eher kontraproduktiv sein, da eine solche Praxis ein Stressfaktor für das Nervensystem ist. Hier gilt aber das Herantasten und auch mal etwas neues Ausprobieren, da man am Ende dem Körper und Geist dann doch etwas Gutes tut.

Ein weiterer Vorteil beim Yoga ist die Entwicklung einer Sensibilität für den eigenen Körper, was dazu führt eigene Ursachen und kommende Schübe zu verstehen und vor Allem besser zu erkennen. So kann man bereits frühzeitig versuchen gegenzusteuern und kommende Attacken abzufangen.

Im Vordergrund stehen die Entspannungsmethoden

Wer sich mit den Entspannungsmethoden speziell auseinander setzen möchte der sollte wissen, das lange Meditationssitzungen Kopfschmerzen auch verstärken können. Hier gilt besonders für ungeübte Yogis das Herantasten.

Yoga Nidra

Yoga Nidra zum Beispiel ist eine systematische Meditation, welche unglaublich effektiv als Entspannungs- und Achtsamkeitsübung ist.

Jedoch sind hier Kopfschmerzen bei Ungeübten zum Beispiel nach einer 40 minütigen Einheit gar nicht selten. Mit etwas Übung sollte man sich aber auch hier einmal versuchen ran zu tasten.

Für den Anfang sind kleinere aber dafür tägliche Sequenzen von 10 bis 15 Minuten ideal um seinen Geist mit dem Thema vertraut zu machen.

Leichte Yoga Übungen bei Kopfschmerzen

Die Besten Asanas gegen Kopfschmerzen

Bauchatmung im Sitzen (Fersensitz)

Nimm deine Sitzhaltung am Besten im Fersensitz ein und achte dabei darauf, dass du bequem und aufrecht sitzt. Wenn du dich eingerichtet hast, atme aus und lasse dein Gefühl in den Bauch und Becken sinken. Der Atemrhythmus sollte natürlich und ruhig bleiben. Beim Einatmen streckst du mit dem Luft holen den Bauch nach außen. Das nimmt Spannung aus der Brust und schafft Raum.

Parvatasana – der Berg

Hierbei bringst du die Handflächen vor der Brust zusammen und bewegst so die Arme langsam nach oben. Nun verschränkst du die Finger ineinander und dabei zeigen die Handflächen nun nach oben. Hierbei atmest du einmal tief ein und aus.

Nun beugst du die Ellenbogen und bringst die Schulterblätter zusammen. Das entspannt den Nacken und öffnet die Brust. Am Besten sollte diese Übung einige Male wiederholt werden.

Adho Mukha Shavasana – der herabschauende Hund

In der Yogapraxis sagt man, dass diese Position eine kurze Verschnaufpause darstellt und deswegen ist hier die Faustregel auch 5 Atemzüge lang. Aus dem Vierfüsslerstand heben wir das Gesäss nach oben und strecken die Beine. Der Kopf wird hier gut durchblutet. Achte darauf auch die Hände und Arme gut zu strecken.

Fingeryoga und Kopfschmerzen

Beim Fingeryoga arbeitet man mit den Reflexpunkten in der Hand. Was in der normalen Yogapraxis ein ergänzender Teil ist, kann auch für sich allein benutzt werden. Mit den Händen und ihren Reflexpunkten zu arbeiten hilft tatsächlich einigen Betroffenen. Somit sollte man sich grade bei therapieresistenten Kopfschmerzen zumindest einmal mit dem Thema beschäftigt haben.

Ein Vorteil beim Finger Yoga ist es, das sich Übungen hier ideal in den Alltag einbauen lassen. Allein in den Fingerspitzen befinden sich etwa 4000 Nervenzellen, welche mit dem Gehirn und Organen in Kontakt stehen und so die Reflexzonen aktivieren.

Fazit

Yoga hat keinerlei Nebenwirkungen und bietet ein mächtiges Werkzeug für jeden, der sich um sich kümmern möchte. Die Palette der positiven Auswirkungen ist riesig und so können auch Migränepatienten hierbei profitieren. Wichtig ist hierbei das langsame aber stetige Herantasten und Aufbauen von einer eigenen individuellen Yogapraxis. 


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