Konsequent sein ist im Yoga alles…

veröffentlicht am 20. April 2017 in Allgemein von
konsequent sein ist im Vinyasa Yoga alles


Das Besondere im Vinyasa Yoga ist die Freiheit. Es kann dynamisch sein und auch ruhig. Genauso kann es anspruchsvoll sein oder entspannt. Grade diese Freiheit wird von vielen Yogis sehr geschätzt.

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Was aber beim Yoga wirklich entscheidend ist, ist die Einstellung, mit der man an das Thema heran geht. So kultivierst du die nötige Konsequenz und Disziplin langfristig in deiner Yogapraxis.


Wer sich in seinem Leben dafür entscheidet Yoga zu praktizieren, der hat seine Gründe. Während es für die Einen ein ganzheitlicher Lebensweg ist, der ihnen Struktur und Richtung auch außerhalb der Yogastunde gibt, ist es für andere eine Maßnahme für Symptome.

Der Klassiker Rückenschmerzen treibt viele zum Arzt, der ihnen dann, wenn er die heute seltene Extraminute in der Praxis hat sagt, dass die Ursache im Bewegungsmangel liegt. Über die klassische Rückenschule vom Rückentraining bis Pilates kommen dann einige auch früher oder später mit dem Thema Yoga in Berührung. Ob du Yoga gegen Kopfschmerzen als letzten Ausweg praktizieren möchtest, Yoga gegen deine Rückenschmerzen machst, oder ob du Yoga im Alter praktizieren möchtest um lange fit zu bleiben, die Gründe sind sehr individuell und früher oder später kommt auch keiner an dem Thema Regelmäßigkeit vorbei.

Ob Lebensphilosophie oder gezieltes Training – Konsequenz ist essentiell

Egal warum man nun den Weg in den Yogakurs findet, alles in Allem ist eine Sache immer essentiel und das ist die langfristige diszipliniere Konsequenz der Praxis. Wer nur unregelmäßig Yoga praktiziert, der wird von den vielen positiven Auswirkungen nur wenig von seiner Praxis in seinem Leben sehen. Natürlich ist auch die unregelmässige Praxis besser als nichts und auch so kann man Yoga lernen aber bei den ganzen Vorteilen, die Yoga für einen haben kann, ist es natürlich schade, wenn man diese nicht ausschöpfen kann.  Aber hier scheitern viel, denn eine Regelmäßigkeit neu in seinem Leben zu integrieren ist in allen Bereichen mehr oder weniger schwierig.

Auf die richtige Selbstwahrnehmung kommt es an

Yoga SelbstwahrnehmungYoga tut langfristig gut und viel zu verlockend sind grade in der Gegenwart deswegen auch die kurzfristigeren Dinge wie der gemütliche Fernsehabend oder das Glas Wein zum Feierabend. Wer seine Strukturen und Gedankenmechanismen durchschaut, der hat es leichter aus den festgefahrenen Routinen auszubrechen. Man sollte sich immer die Frage stellen, wie man seine Zeit investieren möchte und dabei eben auch ehrlich zu sich selber sein. Möchte ich langfristig in mich investieren oder bevorzuge ich das schnelle “High”, dass mich überall im Alltag in seinen Bann zieht. Ehrlich zu sich selber sein ist dabei natürlich garnicht so einfach aber wer reflektiert und sich in Selbstwahrnehmung übt, der wird besser und für den wird es leichter in den vielen Entscheidungen im Leben zu sehen, was gut ist. Achtsamkeit hilft dir deine Strukturen zu durchschauen und dich zumindest “bewusst” zu entscheiden. Auch wenn die Entscheidung einmal zu Gunsten des kurzfristigen “High’s” ausfällt.

❖ Wähle deinen eigenen optimalen Rhythmus

yoga rhythmusMit der richtigen Selbstwahrnehmung kommt auch das Verständnis dafür, was im eigenen Leben machbar ist und was nicht. Man muss nicht 3 mal in der Woche eine intensive Yogasession praktizieren. Man kann aber muss nicht. Jeder von uns ist anders und das Leben verlangt viel Zeit für viel Dinge von uns ab, obwohl unsere Zeit im Alltag auch nur begrenzt ist. Unser Leben muss kein Yogafestival sein. Wir alle arbeiten, haben Kinder und/oder wichtige Menschen und Beziehungen, die gepflegt werden sollen. Das alles kostet Zeit und wer sich ehrlich am Anfang fragt, wieviel Zeit er oder sie in die eigene Yogapraxis investieren kann, der investiert bereits enorm in seine langfristige Disziplin. Wichtig ist aber, dass die ehrliche Antwort hier auch zu deinem eigenen festen und kompromisslosen Bestandteil deines Lebens wird. Wer von vorne herein genug Flexibilität einplant und lieber nur einmal in der Woche statt zwei mal die Yogapraxis einplant, der wird es leichter haben das Thema langfristig in sein Leben zu integrieren.

❖ Yoga ist etwas sehr individuelles – Nutze das!

Yoga ist ein ganzheitliches Konzept und deswegen bietet es auch ein riesiges Universum an Möglichkeiten es in seinem eigenen Leben zu integrieren. Von der kurzen Finger Yoga Übung bis zur langen HotYoga Session gibt es viele Optionen. Du musst aber nicht eine Stunde Yoga machen und das jeden zweiten Tag. Warum nicht lieber täglich 5 achtsame Sonnengrüße nach dem Aufstehen? Das sind bei tiefer Atmung und je nach Variation nicht einmal 10 Minuten. Zusätzlich ein Kurs in der Woche gibt dir auch eine intensive Trainingseinheit und reicht langfristig mit regelmäßigen Variationen völlig aus. Passe deine Praxis an dich an, so dass diese dich nicht über- aber auch nicht unterfordert. Sei ehrlich zu dir…

❖ Stress dich nicht! – Und wenn doch, hinterfrage es…Yoga Stress

Hier und da wird man immer wieder vor der Wahl stehen zwischen der Yogapraxis und anderen Dingen. Wie bereits gesagt, haben die anderen Dinge auch ihren Platz im Leben und grade langfristig wird man nicht drum herum kommen auch einmal den Druck zu spüren, dass etwas anderes wichtiger ist, alls die eigene Praxis. In solchen Situationen müssen Entscheidungen getroffen werden. Wichtig ist immer sich dabei zu Fragen ob Yoga durch diese Entscheidungen noch einen Platz im leben hat, denn ein paar Entscheidungen gegen die eigene Praxis hintereinander verschieben schnell den Fokus und es wird schwieriger diesen wieder neu zu finden. Da entsteht schnell Stress und wer seine Yogapraxis mit Stress begegnet, der hat das Thema verfehlt. Yoga bedeutet in sich zu investieren, Stress abzubauen und sich selber zu zelebrieren. Wenn du Stress merken solltest, ob vor, in oder nach deiner Praxis, dann ist das eine gute Möglichkeit deinen eigenen Lifestyle (außerhalb vom Yoga) zu hinterfragen und so herauszufinden, was einem wirklich gut tut und was nicht.

❖ Deine Sichtweise auf deine eigene Yogapraxis

Grade am Anfang kostet die eigene Yogapraxis oft viel Überwindung aber nach und nach bekommt Yoga durch seine Regelmäßigkeit im eigenen Leben bei so gut wie jedem einen anderen Stellenwert. Irgendwann freut man sich auf seien Praxis. Dann werden Dinge, wie die richtige Yoga Ausrüstung oder der optimale Kurs auch nebensächlich. Das liegt daran, dass sich die eigene Sichtweise ändert. Man sieht die Yogapraxis irgendwann nicht mehr als lästige Pflicht an, sondern als Privileg und eine Auszeit! Yoga ist Selbstliebe und das Investieren in sich selbst, das merkt man schnell durch die Vorteile. Diese Sichtweise klingt logisch aber dennoch fühlen sie grade am Anfang nur die wenigsten. Das liegt schlicht an der mangelnden Praxis.

Fazit

Konsequenz ist nunmal bei allen neuen Gewohnheiten der Schlüssel für Erfolg. Sie macht langfristig auch den Unterschied zwischen Spass und Stress aus. Wer am Ball bleibt und reflektierend seiner Yogapraxis nachgeht, der kultiviert nicht nur die Vorteile vom Yoga in seinem Leben, sondern auch den Spass.

Wie sieht deine Yogapraxis aus und welchen Stellenwert hat bei dir die Disziplin?


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2 Kommentare

Ich habe Yoga so kennen gelernt, dass man immer nur das macht, was man kann oder was geht. Natürlich versucht man auch ein wenig mehr, als man bisher gemacht hat.

Letztlich soll aber Yoga mir dazu verhelfen, dass ich Körper und Geist kennen lerne und durch Übung in meinem Tempo Fortschritte mache. Was dann am besten zu mir passt, kann ich nur aufgrund meiner Erlebnisse erkennen und entscheiden.

Hallo Cene,
aus langjähriger Erfahrung in vielen Studios und durch viele viele Gespräche mit Menschen die “suchen, was im Yoga am Besten zu ihnen passt”, habe ich gelernt, dass ein Großteil der Leute leider nicht findet, was sie suchen. Die Motivation ist am Anfang immer da. Meistens sind es körperliche Beschwerden und/oder ein generelles Unwohlsein und die Leute haben mit Yoga dann auch die richtige Entscheidung getroffen. Yoga ist aber ein eigenes Universum, in dem es viele Wege gibt. Oft sind die Leute schlicht überfordert, und geben auf, da sie ihren Weg durch zu viele Wege nicht sehen. Es sind grade einmal 10 % der Menschen, die im Yoga ihren Weg finden. Das ist schade aber es ist leider der Alltag in den Studios. Das wiederum liegt zu 90 % an Inkonsequenz und auch schlechten Lehrern, welche nicht einmal im Ansatz individuell auf die Leute eingehen. Schwammige Anweisungen, keine Hilfestellungen und keine konkreten Gespräche sind dann das Resultat…

Wer einen Weg geht, der möchte immer irgendwohin und Konsequenz ist dabei das A und O. Schüler müssen motiviert werden auf ihrem Weg zu bleiben und sich dort auch weiter zu entwickeln. Viel Erfolg mit deiner Yogaseite 😉

Liebe Grüße
Matthias