Die Wirkung von Meditation – Teil 2 – Meditation lernen

veröffentlicht am 7. Juli 2016 in Allgemein von
meditation lernen

Meditation hat viele Gesichter und es gibt unglaublich viele Arten der Meditation aber eines haben alle Arten gemeinsam. Man trainiert den Geist. Meditation ist ein unglaublich gutes Hilfsmittel um, wenn man es gezielt anwendet bestimmte mentale Dinge in seinem Leben zu kultivieren. Je nachdem, was der Mittelpunkt der Meditation und der Technik dafür ist, kann dies ein starkes Werkzeug sein um Gedanken, Einstellungen, Emotionen und Gefühle zu beeinflussen.

Aber was nützt einem das stärkste Werkzeug, wenn einem selber die Fähigkeit fehlt mit diesem Werkzeug umzugehen. Wenn man die Knöpfe nicht drücken kann oder gar nicht erst findet. Deswegen hier Regel Nummer 1:

Meditation lernen = Meditation praktizieren

Meditieren bedeutet nicht, so ist es richtig und so ist es falsch. Richtig zu meditieren bedeutet zu machen und falsch zu meditieren bedeutet nicht zu machen. Es ist so simpel. Punkt.

Natürlich kann man zu der Frage was Meditation ist ganze Bibliotheken mit Bücher von Mönchen, Philosophen oder Buddhisten füllen die vor tausenden Jahren gestorben sind oder noch leben. Und man kann auch eine halbe Ewigkeit damit verbringen solch eine Frage mit tausend Metaphern philosophisch auseinander zu nehmen aber weiss man dann wirklich genau so viel wie nach 10 Minuten Praxis?

Nein, weil die Antwort individuell ist und jeder eine Meditation anders erfährt. Wenn wir alles ausschalten und in die Stille eintauchen bleibt nichts mehr übrig außer man selbst. Man steht sich selbst gegenüber und das sehr ehrlich. Man merkt viell. Muster in Gedanken, weil diese immer wieder kehren und man merkt viell. auch, das man das garnicht will aber man irgendwie machtlos ist und diese Gedanken nicht ausschalten kann. Was auch immer man merkt oder sieht, das Akzeptieren spielt eine ganz große Rolle in der Praxis.

Wenn man noch keine Erfahrung mit Meditation hat kann das erste Üben etwas befremdlich sein. Viele Menschen sind Ruhe nicht gewohnt und finden es am Anfang sogar unangenehm nichts zu tun. Obwohl das absurd klingt, dass ist die Realität. Auch hierzu könnte man ganze Bücher füllen mit der Antwort auf die Frage, warum man sich unwohl fühlt in der Ruhe aber die einzig wahre Antwort findest du in dir selber nach dem ersten mal Üben.

Die Atemmeditation – die klassische Grundtechnik

Und deswegen zeige ich dir heute deine erste Übung. Die Übung ist sehr simpel. Ziel ist das Schulen der Achtsamkeit und dazu gibt es in den meisten Meditationen ein Meditations-Mantra. Also ein Meditationsobjekt zu dem der Geist immer wieder zurück kehren wird wenn er sich mal aus Versehen abwendet. Und das wird er tun. Sehr oft…

Eine der klassischsten Meditationen ist die Atemmeditation. Diese Meditation ist besonders gut für den Einstieg geeignet, da du hier nichts machen musst ausser dich auf den Atem zu konzentrieren.

Suche dir aus, ob du die Meditation im Liegen oder im Sitzen machen möchtest. Wenn du im Liegen meditieren möchtest, solltest du dich auf eine weiche Unterlage legen, wenn es geht auf eine Decke auf dem Boden. Richte deine Handflächen nach oben.

Wenn du im Sitzen Meditieren möchtest, solltest du dir eine bequeme Sitzposition aussuchen. Die einfachste Möglichkeit ist der Stuhl. Achte darauf, dass du grade sitzt und deine Füsse gleichmässig den Boden berühren. Lehne dich nicht an der Stuhllehne an und drehen deine Handflächen nach oben.

Eine klassische Methode ist das Sitzen im Schneidersitz. Hier solltest du beachten, dass diese Sitzposition schnell unbequem werden kann. Wenn du deine Sitzposition erhöhst und dich auf eine gefaltete Decke setzt. Wird die Positon mit der Erhöhung der Hüfte angenehmer und lässt sich auch länger durchhalten. Lege deine Hände auf die Oberschenkelinnenseite mit den Handflächen nach oben.

Wenn du dich für eine Position entschieden hast stell dir die Stoppuhr in deinem Handy auf 10 Minuten ein. Nur richte dich in deiner Position ein (Nimm dir hier die Zeit, die du brauchst). Dann bleibe hier und versuche dich nicht mehr zu bewegen. Achte auf deinen Atem und zähle jeden Atemzug bis du bei 10 angelangt bist.

Das machst du so lange bist deine Stoppuhr klingelt. Nun schaue was passiert. Wichtig ist das du weisst, das Gedanken kommen werden und dich vom Zählen ablenken. Hier ist es entscheidend wie du mit den Gedanken umgehst. Versuche sie nicht zu Werten und fange einfach bei 1 wieder an. Atme in den Bauch. Das bedeutet, dass dein Bauch sich beim Einatmen wölbt und beim Ausatmen wieder kleiner wird. Atme komplett aus…

So simpel…

Die Wochenchallange

Wenn du wirklich Benefits im Alltag spüren möchtest, solltest du aus der Übung eine Wochenchallange für dich machen. Mache diese Übung morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem zu Bett gehen eine ganze Woche lang. Wenn du morgens aufstehst solltest du nach deiner Morgentoilette ein Glas Wasser trinken, da dein Wasserhaushalt nicht mehr im Gleichgewicht sein wird. Dann sollte die Meditation das erste sein, mit dem du den Tag beginnst.

Abends kannst du die Meditation im Liegen im Bett machen. Wichtig ist allerdings, das du beim meditieren nicht zugedeckt bist.

Viel Spass beim Probieren!


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