(Alltags-) Stress abbauen

veröffentlicht am 7. August 2016 in Allgemein von
Stress abbauen

Stress und Hektik ist ein großer Teil unseres Alltags geworden. Überall wo wir hingehen ist alles schnelllebig und hektisch. Wir sind überall erreichbar und machen alles gleichzeitig. Ausserdem müssen wir immer gut gelaunt sein und das stresst.

Werd hier keinen Ausgleich hat und dem gegensteuert, dem wird sich der aufgebaute Stress früher oder später bemerkbar machen. Die Menschen sind natürlich alle verschieden und der eine kann mehr in einem stressigen Umfeld mithalten und der andere weniger. Ausgleich tut in jedem Fall gut und nicht jeder hat die Zeit ins Yoga zu gehen und mehrere Stunden in der Woche zu investieren.

Wir können aber auch Stress im Alltag abbauen und reduzieren ohne viel Zeit einplanen zu müssen. Natürlich ist es besser je mehr Zeit man für sich investiert aber in diesem Artikel geht es darum sich auch bei wenig zeit nicht zu vergessen und mit ein paar Tricks auch einen eigenen individuellen Weg zu finden ausgeglichener durch den Alltag zu gelangen.

Die macht der Routinen

Routinen sind unglaublich mächtige Werkzeuge im Alltag zum Stress abbauen. Die Faustregel bis man eine Routine verinnerlicht hat lautet 3 Wochen. In dieser Zeit muss man sich aktiv an neue Dinge erinnern und nach dieser Zeit. Hier ein Beispiel. Wenn du zum Beispiel das Problem hast zu wenig zu trinken tagsüber, dann kannst du dir angewöhnen gleich morgens nach dem Aufstehen einen 1/2 Liter Wasser zu trinken. Genauso kannst du dir angewöhnen in der Arbeit gleich zu Beginn deiner Pause auch einen 1/2 Liter zu trinken. Nach 3 Wochen verspreche ich dir, dass es für dich selbstverständlich sein wird morgens und in der Pause je 1/2 Liter zu trinken. Du wirst dich nicht mehr dran erinnern müssen und schon hast du 1 Liter Flüssigkeit tagsüber getrunken. Routinen sind wirklich mächtig, du musst sie nur an eine Situation knüpfen. Also am Besten an eine wiederkehrende Handlung, die in dein Muster passt.

Atme

Das klingt unglaublich einfach aber das ist es absolut nicht. Die meisten Menschen haben verlernt zu Atmen. Bei Babys kann man sehr schön beobachten wie man richtig atmet. Sie atmen in den Bauch und man kann sehr schön sehen, wie sich der Bauch hebt und senkt. Wenn wir älter werden verlernen wir das und wir fangen an in die Brust zu atmen, was eine unglaubliche Grundanspannung zur Folge hat.

Das nächste Problem ist, dass wir auch nie richtig ausatmen. Babys schnaufen eher durch beim ausatmen. Sie nehmen sich weit mehr Zeit für diesen Teil beim atmen. Versuche bewusst auch auf diese Weise zu atmen und zähle 10 Atemzüge. Am Besten wenn dich deine Gedanke vielleicht grade auch belasten, denn so nimmst du auch hier von Abstand. Vielleicht hast du auch die Möglichkeit deine Augen zu schliessen.

Ruheinseln finden

Ruheinseln im Alltag können Stress abbauen, helfen Abstand zu finden und die Dinge wieder ins richtige Licht zu rücken. Das muss aber nicht immer die Tasse Kaffee oder die Zigarette sein, denn langfristig ist das natürlich kontraproduktiv. Sich eine Tee zu machen kann zu einem Ritual werden und dass schafft auch Abstand. Durch ein Ritual zelebriert man auch immer etwas. Natürlich weil man sich drauf freut.

Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit ist generell auch ein sehr mächtiges Werkzeug zum Stress abbauen und jeder, der schon einmal meditiert hat, weiss wie wirkungsvoll Achtsamkeit sein kann. Hierfür muss man sich aber auch nicht unbedingt hinsetzen und 20 Minuten meditieren. Man kann theoretisch alles im Alltag achtsam machen. Viele nutzen das Gehen als eine Achtsamkeitsübung, da der Ablauf beim Gehen zum einen sehr rhytmisch ist und sich somit sehr gut als Achtsamkeitsübung eignet. Zum Anderen gibt dir achtsames Gehen unglaublich viel Stabilität, weil du lernst gleichmässig zu gehen. Hierzu unterteilt man die Gehbewegung in 4 Phasen. Am interessantesten ist die Gehmeditation barfuss, da man hier auch am meisten spürt aber da wir im Alltag meisten Schuhe anhaben, ist es recht schwierig die Übung barfuss zu machen.

In der ersten Phase kommst du mit deinem rechten Fuss auf der Ferse auf. In der zweiten Phase berührst du mit dem Ballen den Boden. In der dritten Phase hebst du die linke Ferse. In der vierten Phase hebst du die Ferse vom rechten Fuss und das selbe Spiel beginnt jetzt mit dem linken Fuss, der nun vorne ist.

(Falls du die Gehmeditation auch mal barfuss machst, wirst du merken, dass wir barfuss genau aunders herum laufen. Also wir kommen zu erst mit dem Ballen auf. Das sind alles Dinge, die wir erst mit etwas Achtsamkeit entdecken obwohl wir jeden Tag auf unseren Beinen stehen…)

Bei der Übung musst du keinen Marathon laufen. Es reicht auch der Weg zur Toilette. Wichtig ist es nur, dass du voll und ganz beim Gehen bist und versuchst jede einzelne Bewegung zu spüren.

Fazit

Stress abbauen im Alltag ist mit ein paar kleinen Tricks gut möglich. Wichtig ist es Routinen zu entwickeln und sich vor allem selbstbewusst daran zu erinnern an diesen auch fest zu halten. Mit Dingen, die wir ohnehin schon tun, wie das Gehen und Atmen können wir es schaffen uns im Alltag einen inneren Raum zu schaffen, der es uns ermöglicht unserer Mitte wieder ein Stück näher zu kommen.

Im Auge des Sturms quasi können wir einen Moment inne halten und durchatmen.


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